Wasser:
Die Quelle der Natur

Der außergewöhnlich trockene und heiße Sommer 2015 hat mehr als deutlich vor Augen geführt, dass ausreichendes Wasservorkommen auch in Österreich nicht immer selbstverständlich ist.

Werden die Sommermonate heißer, steigt der Bedarf an künstlicher Bewässerung. Gleichzeitig trocknen lange Hitzeperioden die Brunnen aus, und Gärtnereien sind auf die öffentliche Wasserversorgung angewiesen. Das ist ökonomisch und ökologisch gleichermaßen kritisch.

Auch bei bellaflora hat sich der Wasserbedarf im Berichtszeitraum signifikant verändert. Trotz unserer Bemühungen zur Reduktion des Wasserverbrauchs ist er aufgrund der Hitzeperioden im Berichtszeitraum um 17 % gestiegen.

Gesamtwasserverbrauch in m³

Diese Zahlen zeigen auf, dass der Einsatz wassersparender Technologien dringend erforderlich ist. bellaflora begegnet dieser Entwicklung durch unterschiedliche Maßnahmen. Bei Neubauten werden künftig – wie schon in Graz-Webling 2014 – Ebbe-Flut-Anlagen zum Einsatz kommen.

Die Funktionsweise ist rasch erklärt: Brunnenwasser wird in einen Zwischentank gepumpt und von hier über Bewässerungsleitungen zu den Pflanztischen im Außenbereich geführt. Das Wasser wird auf diesen Tischen für einen bestimmten Zeitraum angestaut, die Pflanzen bedienen sich selbst. Anschließend wird das überschüssige Wasser wieder über die gleichen Leitungen in den Zwischentank rückgeführt, gefiltert und für die Weiterverwendung bereitgestellt. 

Dieses System hat mehrere Vorteile: 

  • Die Bewässerung kann zu jeder Tageszeit erfolgen, also auch während der Öffnungszeiten. 
  • Die Pflanzen werden schonend von unten bewässert. 
  • Nicht verwendetes Wasser bleibt im Kreislauf und spart damit Frischwasser. 

Wir gehen davon aus, dass das Ebbe-Flut-System im Vergleich zu den üblichen Sprenklern den Wasserverbrauch an den Pflanzentischen um bis zu 10 % reduzieren kann. 

Zusätzlich zu diesem System evaluieren wir derzeit Möglichkeiten zur Regenwassernutzung. Beide, die Ebbe-Flut-Systeme und die Regenwassernutzung, erfordern allerdings Baumaßnahmen in erheblichem Umfang, sodass sie nur bei Neubauten installiert werden können. Bei der Modernisierung bestehender Gebäude sind wir bestrebt, andere Effizienzmaßnahmen zu setzen und damit den Ressourcenverbrauch zu minimieren.